Um vier Uhr nachts: Junge Kosovarin mit Sohn abgeschoben

NÜRNBERG – Sie kamen mitten in der Nacht: Eine Mutter wurde gemeinsam mit ihrem eineinhalbjährigen Sohn aus Nürnberg in den Kosovo abgeschoben – ohne Vorankündigung. Jetzt kritisieren Grüne und ÖDP die “unnötige Härte” und einen “unwürdigen Umgang” mit der 23-Jährigen.

Die Frau war in der Nürnberger Flüchtlingsunterkunft in der Kunigundenstraße untergebracht. 
Sie war vor zwei Jahren nach Deutschland geflo­hen, hatte jedoch in einem ersten An­lauf vergeblich um Asyl gebeten.

Im Kosovo sei sie zwangsweise verheiratet worden, als der Vater von ihrer Schwangerschaft erfuhr.
Er habe die Schande und den Ehr­verlust vermeiden wollen und seine Tochter einem 15 Jahre älteren Mann anvertraut, der nicht der Vater des Kindes ist, so Schwemmer. Vor ihrem gewalttätigen Ehemann floh die 23-Jährige nach Deutschland. In Fürth kam auch ihr Sohn zur Welt, der jetzt eineinhalb Jahre alt ist.

Nun wurde sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gemeinsam mit ihrem Sohn abgeschoben – ohne Vorankündigung. Ein Vorgang, der jetzt für Kritik sorgt.
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/um-vier-uhr-nachts-junge-kosovarin-mit-sohn-abgeschoben-1.4373494

Leiche im Anhänger – Mord in der Eifel

Johann P., ein junger Jenischer aus der Eifel, wurde von Ralf Schießberg an einem Januartag 2012 hingerichtet. Die Dorfgemeinschaft hatte Johann P. und seine Familie als “Zigeuner” abgestempelt und aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen. Als Ralf Schießberg den Mord vertuschen will, kamen ihm viele BewohnerInnen des Dorfes zur Hilfe und halfen ihm die Leiche zwei Wochen zu verstecken. Abdou Gabbar (Anwalt der Familie von Johann P.):

“Wenn das Bein auf der Müllhalde nicht zum Vorschein gekommen wäre, dann wäre die Leiche nie gefunden worden. Dann hätte man gedacht, die Angehörigen die spinnen, stellen da wilde Behauptungen auf, während der Täter von der Polizei geschützt wird. Und sie (die Familie von Johann P.) werden nach Hause geschickt, kriegen einen Platzverweis und dann wäre da wahrscheinlich nie was draus geworden.”

Urgent Action – Ungarn

Drohende Zwangsräumung
APPELL
ROMA MISKOLC

In der ungarischen Stadt Miskolc droht etwa 160 Familien die rechtswidrige Zwangsräumung. Die Familien gehören zum größten Teil der Roma-Gemeinschaft an und wohnen in dem Stadtviertel „Nummerierte Straßen“. Appellieren Sie an den Bürgermeister, die rechtswidrigen Zwangsräumungen zu verhindern!

ONLINE APPELL UNTERZEICHNEN (Amnesty International)

Der Dorf Diktator – Zucht und Ordnung im neuen Ungarn

“Érpatak, ein Dorf im äußersten Nordosten Ungarns, war bis 2005 ziemlich bedeutungslos – bis Mihály Zoltán Orosz zum Bürgermeister gewählt wurde, ein bekennender Rechtsextremer, der Nazi-Lieder singen lässt, ein Antisemit und Roma-Hasser.”

Ein Film von Matthias Fuchs, Keno Verseck und Benny Brunner.
WDR – 13. April 2015

Utrecht, a City of Human Rights for Roma, Sinti and Travelers?

Friederycke Haijer
The city of Utrecht is proud to be the first human rights city of the Netherlands.
But in the case of Roma, Sinti and Travelers, the city has an extinction policy that will inevitably result in ending the Roma, Sinti and Traveler lifestyle in Utrecht.

Imagine a young man whose mother just passed away. Then imagine that he receives a letter from the mayor, stating that the city will demolish the mother’s home and replace it with a concrete block.
The mayor says he wants to put an end to the young man’s way of life. For Roma, Sinti and Traveler families in the Netherlands, this is not a story that is hard to imagine. It is their reality.
The Netherlands, just like other northern and western European countries, is host to several Roma, Sinti and Traveler communities. Although these groups now mainly live in permanent or semi-permanent mobile homes, their traveling lifestyle is an important part of their heritage. (…)

Local conflicts over housing
Local Dutch authorities, including the city of Utrecht, have a history of conflict with Roma, Sinti and Traveler communities, often revolving around housing. These conflicts, which have escalated in recent years, take place at the local level. The Dutch national government does not have a policy relating to Roma, Sinti and Travelers’ housing. The national government explicitly refers this matter to local authorities,asking them to ‘normalize’ the housing situation of Roma, Sinti and Travelers.

The term normalization implies that local authorities are not to consider the mobile home lifestyle of Roma, Sinti and Travelers as ‘normal.’ The national government suggests five ‘normalization’ policy options for local authorities. The first option it suggests is a ‘zero option,’ which leaves no space for mobile home sites at all. The other four options are a ‘phasing out’ policy, integrating Travelers’ housing into conventional housing policies, a ‘demand-oriented’ policy and a ‘neutral policy.’
The national government does not ask local authorities to consider human rights when they make their policy choice or when they apply it in individual cases.

Many local authorities have interpreted ‘normalization’ and the ‘zero option’ to mean what they term an ‘extinction policy’ for Traveler sites. Local authorities openly state their intentions behind this policy.
For example, the mayor of the city of Waalre said in 2012 that he intended to make mobile home sites ‘disappear.’ (…) http://www.liberties.eu/en/news/utrecht-city-of-human-rights-for-roma-sinti-travelers

Roma-Deportation von Baden-Airpak nach Serbien und Mazedonien

„Die Scham nimmt ab mit wachsender Sünde“
Friedrich Schiller

Insgesamt 101 Menschen wurden gestern vom Baden-Airpak nach Serbien und Mazedonien abgeschoben.
Darunter befanden sich 36 Kinder. 25 der abgeschobenen Personen kamen aus Baden-Württemberg und die weiteren aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen.
Am gestrigen Tag wurden 75 Personen nach Serbien und 26 nach Mazedonien abgeschoben.
In Freiburger Flüchtlingswohnheimen wurden vier Mahnwachen durchgeführt. Dennoch wurde auch hier eine Person deportiert. Das Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung hat für heute Mittwoch um 18.00 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz eine Kundgebung angemeldet.

Die Roma-Abschiebung gestern durch die grün-rote Politik geschah zum Jahrestag der Deportation der baden- württembergischen Sinti und Roma nach Auschwitz. Des Weiteren jährt sich am 24. März auch der Beginn des Natobombadements auf Jugoslawien.